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70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg

Für eine neue Entspannungspolitik, nein zur Vorbereitung auf neue Kriege!

Aufruf zur Demo am 9.Mai in Köln

Am 8,Mai 1945 wurde ganz Europa vom Verbrechersystem des deutschen Faschismus und seinem Krieg befreit. Mehr als 55 Millionen Menschen waren zuvor Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer gefallen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt bezahlten den deutschen Griff nach der Weltmacht mit unvorstellbarem Leid.

Anstifter und Nutznießer des Raub- und Vernichtungskrieges waren deutsche Banken und Konzerne. Die deutsche Wirtschaft profitierte von der „Arisierung“, der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen ebenso wie von der Ausplünderung der besetzten Länder. Es sind die AntifaschInnen aller Länder und die Anti-Hitler-Koalition der Alliierten, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, die die Menschheit von der faschistischen Herrschaft befreit haben.Angesichts der deutschen Verantwortung für die beiden Weltkriege des 20.Jahrhunderts muss die historische Konsequenz von 1945  verteidigt und an die nachfolgenden generationen weitergegeben werden:

Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen

Das entsprechende Ziel der UN-Charta, „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“, muss dringend verwirklicht werden, denn mit dem Angriff auf Serbien kehrte der Krieg unter deutscher Beteiligung nach Europa zurück. Seitdem:

werden Menschen ohne  Kriegserklärung oder Gerichtsurteil mit Kampfdrohnen umgebracht,     die von US-Stützpunkten auf deutschem Boden gesteiert werden,

werden die in der Eifel stationierten Atomwaffen modernisiert,

befindet sich am Niederrhein ein NATO-Kommandozentrumfür den Luftkrieg,

wird gegen Russland eine enorme Aufrüstungvonseiten der NATO (unter Beteiligung der     Bundesrepublik Deutschland) vorangetrieben,

werden in einigen Ländern Ost- und Südosteuropas und des Baltikums Faschisten toleriert, sogar von den NATO-Staaten unterstützt,

missbrauchen rechtspopulistische und faschistische Parteien und Gruppierungen zunehmend die Ängste und Sorgen von Menschen in Europa.

Entgegen den Festlegungen des 2-plus-4-Vetrages haben sich NATO und EU Schritt für Schritt an die heutigen Grenzen Russlands heran erweitert. Mit der Einbezieung der Ukraine in die EU und NATO-Strategien wurde eine explosive Situation geschaffen. Nicht als Vermittler, sondern als Konfliktpartei behandeln NATO und EU Russland heute als neuen alten Feind, dem sie mit Propaganda, Drohgebärden und sanktionen gegenübertreten. Wir fordern die sofortige Beeedigung dieser gefährlichen Politik. Im 70.Jahr der Befreiung vom Faschismus steht die Bundesregierung in der historischen Verantwortung, eine neue Entspannungspolitik mit Russland auf den Weg zu bringen, in der die Sicherheitsinteressen aller Beteiligten Berücksichtigung finden , und für weltweite Abrüstung zu wirken.

An den 8.Mai 1945 zu erinnern, heißt heute mehr denn je, die uneingelöste Konsequenzen aus der Befreiung zu verwirklichen: für zibile Konfliktlösung und Verständigungstatt Hetze und Eskalation, für Abrüstung und Rüstungskonversion statt Rüstungsproduktion und -exporten, für eine Wissenschaft und Bildung für den Frieden statt Rüstungsforschung und Kriegspropaganda. Wir sind dem Schwur von Buchenwald verpflichtet: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Wir rufen deshalb auf, am 9.Mai gegen Krieg und Faschismus und für zivile Konfliktlösungen und friedliches Zusammenleben zu demonstrieren.

Nie wieder Faschismus . Nie wieder Krieg!

Samstag, 9.Mai, 14 Uhr am DGB-Haus, Hans-Böcklerplatz, Beginn

Demo durch die Innenstadt zum Dom

15.30 Uhr: Kundgebung a Dom

 

attac Köln-AK Geopolitik und Frieden, AK Zivilklausel Köln, DFG-VK Köln, DIDF Köln, DKP Köln, Kölner Friedensforum, SDS Köln, VVN-BdA Köln

 

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