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Der Abzug aus Afghanistan – aber doch kein Ende?

graeberNun sind „wir“ bald raus aus Afghanistan, wird uns erzählt (was hatten wir da eigentlich zu suchen?) .

Das Militär sammelt seine “Puppensachen” zusammen und transportiert diesen Müll, den es für viel Geld hingeschafft hat, für viel Geld wieder zurück in die BRD. Zum Glück lassen sie diesen Krempel nicht als “Kleines Dankeschön” oder „Entwicklungshilfe“ in Afghanistan zurück!

Die Afghanen müssen jetzt, wie die Somalier und Iraker vorher, in dem hinterlassenen NATO-Chaos und den Trümmern ihr Leben neu organisieren. Was schwer fallen wird, da der Krieg ja weitergeht. Und zwar von europäischer Seite aus mit Angriffen aus der Luft- der Einsatz von Drohnen macht den Abzug möglich! Aber unten? Da „wirkt“ der Taliban !

Deutsche Firmen können dank kriegerischer “Auftrags- Beschaffungs- Maßnahmen” beim Aufbau mitverdienen. Die deutsche Wirtschaft profitiert mal wieder von einem Krieg, der mal wieder nichts gebracht hat.

Die “humanitären” Ziele wurden mal wieder verfehlt, die Kriegsziele auch mal wieder. Die Taliban werden wieder erstarken, die Polarisation der Bevölkerung wird wieder eskalieren und dann haben wir einen weiteren mörderischen Bürgerkrieg, der aber der deutschen Wirtschaft weitere Aufträge bescheren könnte.

Wir haben ja genügend historische Erfahrungen mit dem Zerstören und Aufbauen.

Ein Teufelskreis.

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